Überwachung, Piraten, Snowden und so…

Seit Snowden weis die mediale Öffentlichkeit, dass die Überwachung unserer privaten intensiver geschieht, als erwartet. So einfach könnte ich das alles reduzieren.
Die Empörungswellen sind enorm und seit Wochen gibt es täglich neue Meldungen dazu. Erst PRISM, dann Tempora und ich wundere mich ehrlich etwas. In meiner Jugend, irgendwann in den 80igern gabs nen Artikel und ne ähnliche Empörungswelle als es heraus kam, dass die US Geheimdienste die deutschen Telefongespräche direkt an einer Hauptvermittlung abgreifen. War es in Frankfurt? War es der Spiegel?
Lange ists her und seit dem ist bei mir eines klar: Wir werden beobachtet, gescannt und wenn die passenden Schlüsselwörter fallen, springen die Tonbandgeräte in einem turnhallengrossen Saal an und schneiden das Gespräch mit. Jahre später, Wendezeit kam die NSA auf das Tablett, Echolon, ein Programm das die Funkwellen abhört und ebenso mitschneidet was Regierungen und Unternehmen alles so geheim funken.

Also, neu ist das nicht, neu sind nur die Methoden und der Umfang, denn wenn früher™ besondere Zielgruppen ausgehorcht wurden, nimmt man heute einfach mal alle ins Visier die elektronisch kommunizieren. Das ist der gewaltige Nachteil von der billigen IT die Leistungsgrenzen durchstösst von denen nicht nur die netten Gamingfreaks und wissenschaftlichen Modellrechnungen profitieren sondern ebenso die Schattenwelt der Geheimdienste.

Auch wenn ich mir jetzt nicht wirklich Freunde mache, muss ich klar sagen, dass ich die vordergründige Empörung bei den Piraten nicht wirklich verstehe. Wir sind genau deshalb angetreten, um derartige Aktivitäten aufzudecken, weil uns eigentlich klar war, dass all dies geschieht.

Weshalb übertragen wir Mitgliedsdaten verschlüsselt? Weshalb fordern wir webseiten mit https an, und weshalb nutzen wir sichere Passwörter und nicht nur das auch von den faulen Admins geliebte 123456 eventuell noch um den Einsatzzweck mit Buchstaben erweitert wird?!

Ganz laut schreien nun einige, dass wir das anprangern müssen, dass wir all dieses Ausspionieren verbieten müssen. Ja, müssen wir. Sicher. #not. Leider kümmert das aber die Schattenwelt der Dienste nicht. Die Aufgabe dieser ist es ja, genau derartiges zu tun, diesen Informationsvorsprung für politische Entscheidungen unterschiedlichsten Intensionen zu nutzen. Und ja, ich hätte auch gerne ne Welt die anders funktioniert und ich bemühe mich sehr, aber leider hab ich diese noch nicht.

Ehrlich, ich hätte da mehr erwartet und einigen hatte ich das bereits gesagt. Wenn wir die Sache verstehen, und das tun doch einige, dann sollten wir doch viel mehr drauf verweisen, dass die Informationen um die es letztendlich geht, eben nur für die Dienste und diesen besonderen Aufgabenbereich genutzt werden dürfen, und eben nicht der Polizei oder anderen Behörden verfügbar gemacht werden dürfen.

Da müssen wir die Trennlinie ziehen und klare Forderungen stellen, denn im Zeitalter der „Big Data“ und der Analyseverfahren ist es eben sehr entscheidend, ob das auswertende Programm weis dass ich eben ne Überweisung ins Ausland getätigt habe, in Hongkong nen Funkempfänger bestellt habe und davor vielleicht ein paar Sack Düngemittel beim nächstgelegenen Landhandel bestellt habe. Die Information über ein Skypegespräch in ne Krisenregion kann da den entscheidenden Ausschlag geben, ob die dick gepolsterten Jungs vor meiner Haustüre auftauchen und erstmal all meine Basteleien genauer ansehen und vermutlich gleich alles einpacken.

Wir müssen klar fordern, dass es eine konsequente Trennung zwischen Geheimdiensten und allen anderen staatlichen Organisationen gibt. Die Aufgaben müssen klar geregelt sein. Wir müssen ebenso klar stellen, dass nur Transparenz weiter hilft. Alle Verfahren, ob erfolgreich oder nicht müssen den Betroffenen bekannt gemacht werden.
Doch eigentlich will ich über diese Details gar nicht weiter schreiben.. denn entscheidender ist, dass sich die Leute heute bewusst machen, was bei mir in den 80igern geschah.

Dein Handy sorgt dafür, dass bekannt ist wo du dich rumtreibst. Deine Spielkonsole zuhause wird deine Stimmungslage erkennen und weissen ob du stinkig bist. Dein Auto wird ebenso die Daten deiner Fahrten und auch dein Fahrverhalten bereit stellen, dein Kaufverhalten, deine Warenauswahl, all das wird oder kann bereits heute schon für „Big data“ genutzt werden.

Und nicht nur die Marketing-Leute wollen die Daten haben, die dein Fernseher dem TV-Provider zurück liefert. Und ebenso wird sich nicht nur der Stromanbieter für deinen Stromverbrauch interessieren und ob du 18h am Tag Strom benötigst um vielleicht Pflanzenlichtlampen zu betreiben.

Wir schlittern gerade ohne ausreichende Regelungen und schlimmer noch, ohne jedes Bewustsein bei den Entscheidungsträger in eine Welt, die einige bisher ins Fantasiereich Hollywoods schoben.

Wir sind technologisch bereits soweit und autonome Roboter, Drohnen etc. werden den Rest der nicht über „freiwillige“ Datenlieferungen ausleuchtbar ist, überwachen und kontrollieren.

He, Piraten, klärt die Leute auf, tretet den Regierungen auf die Füsse und sorgt endlich dafür, dass es um die informationelle Selbstbestimmung grad zappenduster aussieht.
Sorry für alle Typos, etc…. war ne lange Woche, aber es musste endlich raus aus dem Kopf, denn einfach populistisch draufhauen und so.. ihr wisst schon: Informiere dich, denk selbst!

1 Kommentar zu Überwachung, Piraten, Snowden und so…

  1. Hi,

    bitte noch mal nach­le­sen ob nicht „Eche­lon” gemeint ist. Da Echo­loN mit „o” etwas ganz ande­res ist.

    Danke

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